Frederick

Die Arbeitsbühne
mit dem FREDERICK-ENSEMBLE

Die Kunst der Zukunft wird eine soziale sein

Unser Motto: Menschen ohne Perspektive einen wertschöpfenden Platz in der Gesellschaft zu bieten, ist die erste Aufgabe einer Solidargemeinschaft.

Die Idee

Wir möchten mit Frederick Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen können, eine sinnvolle Perspektive geben, die sowohl ihnen persönlich als auch der Gesellschaft einen Mehrwert bringt.

Wir gründen örtliche Theatergruppen mit Menschen, die zum momentanen Zeitpunkt nach Einschätzung der zuständigen JobCenter nicht vermittelbar sind. Durch die regelmäßige künstlerische Arbeit stärken wir die Persönlichkeit. Die Teilnehmenden sind so vorbereitet, eine neue Tätigkeit zu ergreifen: Eine ganz eigene Sozialarbeit auf der Grundlage künstlerischer Gestaltung. Gemeinsam mit ihnen arbeiten wir künstlerisch in sozialen Einrichtungen wie Altenzentren, Kinderheimen, Krankenhäusern, Flüchtlingsunterkünften und Schulen.

So werden arbeitslose Menschen und z. B. Bewohner eines Altenheimes zu einem Ensemble und erarbeiten gemeinsam ein Theaterstück:

Das FREDERICKEnsemble entsteht!

Soziale Kunst
Die Vorzüge für beide Seiten sind sofort ersichtlich. Alle Beteiligten stärken sich durch die ganzheitliche Ansprache persönlich und gleichzeitig werden alle gemeinsam sozial tätig. Dies hat eine vitalisierende Wirkung auf die ganze Einrichtung.

Der Arbeitslose wird zum Gestalter im Sozialen
Er kommt mit anderen Menschen in Not zusammen und schafft neue Räume der Begegnung und Entwicklung in Krankenhäusern, Altersheimen und anderen Orten der sozialen Hilfe wie Flüchtlingsunterkünfte. Die Menschen in den Einrichtungen erleben eine neue Art der Begegnung. Sie treffen Menschen, die aus der Not zur Initiative gekommen sind.

Soziale Einrichtungen werden durch den Einsatz des FREDERICK-Ensembles auf eine ganz besondere Art bereichert. Neben der professionellen Betreuung zieht eine neue Form von Menschlichkeit ein.

Ausgangssituation

Die gemeinsame Pressekonferenz der Bundesagentur für Arbeit (BA), des Städtetages und Landkreistages zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vom 04.02.2014 ergab: Die BA und die Kommunen halten es für nötig, dass die Langzeitarbeitslosigkeit stärker bekämpft wird (...). „Was wir brauchen, sind neue Ideen über Zugangswege in Arbeit, mehr Perspektiven in Betrieben. Dazu müssen wir mehr vom Menschen und seinen Fähigkeiten her denken, weniger von einem vorgegebenen Produktionsprozess. Prozesse und Arbeitsplätze sind wesentlich gestaltbarer als Menschen (…).“
 
Das Problem
Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass der „entspannte“ Arbeitsmarkt vielen Menschen eine Perspektive gibt. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die trotz Arbeitsmöglichkeiten keine Arbeit finden bzw. nicht in der Lage sind, den Anforderungen unseres Arbeitsalltages gerecht zu werden. Das geht einher mit einer zunehmenden Belastung durch die Anforderungen der Arbeitswelt. Eine wirkliche Integration dieser Menschen in den Arbeitsmarkt unter dem gängigen Effizienzdenken ist unwahrscheinlich. Das belastet nicht nur die betroffenen Menschen, sondern auch deren Umkreis, Familie, Kinder.

Wir glauben, dass unsere Gesellschaft an einem Punkt angelangt ist, wo wir dieser Entwicklung etwas entgegensetzen müssen: für die Hilfebedürftigen in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, aber auch für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen können.

Die Lösung
Mit der FREDERICK möchten wir ein Arbeitsfeld schaffen, in dem sich Menschen in Ergänzung zur spezialisierten Berufsqualifikation sinnvoll und gestaltend für das Gemeinwohl einbringen können.
 
Dafür braucht es einen neuen Blick:

  1. Eine Schulung, die die Persönlichkeitsentwicklung ins Zentrum stellt und damit die zentralen menschlichen Fähigkeiten als Kraft  bewusst werden lässt: Initiative als soziale Verantwortung.
     
  2. Anerkennung in unserer Gesellschaft dafür, dass Menschen sich auch jenseits von Effizienz und Fachlichkeit wertschöpfend für unser aller Wohl einsetzen können.

Die Kunst bietet uns die Lösung für beide Ebenen.
Die allgemeinste und für jeden Menschen durchführbare Form der Kunst ist das Schauspiel! Ihr Medium ist der Mensch selbst!

Die „Kunst als Bildungsprinzip“ schafft die Möglichkeit, jedem Menschen die nötige Haltekraft und Sinnhaftigkeit zu geben. So bietet gerade das Schauspiel einen sozialen Raum, in dem Menschen sich mit ihrer Individualität frei von Bewertung begegnen können. Hier entsteht eine andere Form von Effektivität und Fachlichkeit. Das Eintauchen in eine fremde Rolle, in eine unbekannte Lebenssituation, bietet professionelle Distanz und fordert die ganze Persönlichkeit als Kompetenz.

Der Flyer zum Frederick-Projekt

Begleitend zum Projekt haben wir diesen Flyer mit allen Informationen herausgegeben:

Hier können Sie den Flyer als PDF herunterladen.

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